Vorstand

Biografie Karola Pohlhausen

Karola PohlhausenGeboren bin ich im Jahr 1948. Seit 1979 arbeite ich als Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei in Sozietät in Dortmund auf den Gebieten Familienrecht, Erbrecht und Opferschutz.

In meiner Volksschulzeit seit 1954 hatte ich Unterricht unter anderem bei zwei Ex-Nazi-Lehrern, die sich diskriminierend und gewalttätig gegen Mitschüler verhielten. Dieses prägte früh mein Gerechtigkeitsgefühl und meine Verachtung jeder Willkür. An einem Mädchenlyzeum der Ursulinen in Osnabrück absolvierte ich mein Abitur und begann 1967 in Hamburg das Studium der Rechtswissenschaften, welches ich mit dem zweiten Staatsexamen in Marburg 1978 abschloss.

Ich hatte das Glück, dass der Beginn meiner Studienzeit mit dem der Studentenbewegung zusammen fiel. Dadurch erhielt ich unter anderem Zugang zu anderen, neben der Juristerei liegenden Wissengebieten wie Psychologie, Politik und Pädagogik.

Die damals sehr geringe Anzahl von Frauen in diesem Studienfach und meinem späteren Beruf erstaunte mich und lenkte meinen Blick auf das Geschlechterverhältnis.

Ende 1978 kam unsere Tochter auf die Welt und ich genoss es, Mutter zu sein. Deswegen war ich in meinem freien Beruf zunächst teilzeitig tätig und erweiterte meine Arbeitszeit nach und nach.

Meine vor allem nebenberuflichen Aktivitäten in Dortmund bestanden zum Beispiel

  • in der Unterstützung des Frauenhauses,
  • der Gründung eines Frauencafes mit Weiterbildungsmöglichkeiten für Frauen,
  • der Mitgestaltung von Frauen- und Rechtsforen,
  • der Teilnahme an einer interdisziplinären Initiative im Opferschutz bei Vergewaltigung,
  • der Begleitung des Frauenstudiums an der Universität Dortmund,
  • als Lehrbeauftragte,
  • in den Vorständen der Vereinigung demokratischer Juristinnen und Juristen und dem Deutschen Juristinnenbund und
  • der Weiterbildung für Frauen und Männer an diversen Institutionen in meinen Fachgebieten, in denen es eine Menge an Rechtsänderungen über all’ die Jahre zu referieren gab und gibt.

Ich habe mich gefreut, von Sigrid Metz-Göckel auf ihre Stiftungsidee angesprochen worden zu sein und empfinde unsere Zusammenarbeit in der Stiftung und für unsere Stiftung als sehr bereichernd.

siehe auch externer Link Kanzlei Pohlhausen / Aehlig

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