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Artikel in Westfälischer RundschauAufmüpfige Frauen

Artikel externer Link Westfälische Rundschau von Jens Ostrowski am 13.11.2006

„Nur wer quer denkt, kann die Richtung ändern" heißt ein Leitspruch der „Aufmüpfige Frauen". Gudrun Koch und Ayla neusel denken quer, sind aufmüpfig und verdienen somit den Preis der neugegründeten Stiftung.

Beide Damen nahmen Samsatg bei der Gründungsfeier der „Aufmüpfige Frauen" im Rathaus teil. „Über Jahrtausende wurden autonome Frauen verfolgt und bestraft. In Dortmund gibt es jetzt eine Stiftung, die das Handeln querdenkender Frauen lobt. Das ist wunderbar," erklärte Gudrun Koch.

Die 61-Jährige erhielt ihren Preis unter anderem für die Gründung der externer Link Europäische Frauen Aktion (EFA) e.V.. Die Organisation setzt sich zum Ziel, „kulturelles Schaffen von Frauen zu fördern, sie einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und ihre für die Gesellschaft konstitutive Bedeutung den Menschen bewusst zu machen."

Großen Applaus zollten die 500 geladenen Gäste auch Prof. Dr. Ayla Neusel. Sie plante die Universität Kassel, war deren erstre Vizepräsidentin und engagierte sich außerhalb der Wissenschaft noch gesellschaftpolitisch. So setzte sie sich besonders für türkische Frauen und Jugendliche ein. Überdies plante und leitete sie die „Internationale Frauenuniversität Technik und Kultur".

„Frauen wie Ayla Neusel braucht das Land. Man müsste sie erfinden, wenn es sie nicht schon gäbe", lobt Stiftungsgründerin Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel.

Als eine der bekanntesten Vertreterinnen der deutschen Frauenbewegung durfte bei der Gründungsveranstaltung Alice Schwarzer nicht fehlen. Scharzer referierte zum Thema „Frauen, Geld, Macht" und erklärte, dass die Machtpositionen in Politik zund Wirtschaft immer noch größtenteils von Männern besetzt seien. Auch wenn die Generation von jungen Männern bereits umdenke, sollten auch ältere Generationen mittlerweile begreifen, „dass es einer Beziehung schadet, wenn Partner nicht gleichberechtigt sind".

HINTERGRUND

Geschlechter-Stereotype entkräften

  • Gegen den Strom schwimmen, Geschlechterstereotype entkräften, sich mutig gegen überkommene Normen und den beherrschenden Zeitgeist stellen - kurzum aufmüpfig zu sein, dazu will die Stiftung ermuntern, erläutert Stifterin Prof. Dr. Sigrid Metz-Göckel die Idee.
  • Die Stiftung unterstützt Frauen, die originelle, mutige und unkonventionelle Vorstellungen vom Frauenleben und Zusammenleben der Geschlechter verwirklichen.
  • Den Begriff „aufmüpfig" hatten die Frauen trotz oder gerade wegen des merkwürdigen Klangs gewählt. Er wecke vielfältige Assoziationen - frech, pfiffig, eigenwillig und etwas nicht in Ordnung findend und was dagegen unternehmen seien nur einige Gedanken. Natürlich auch kritische - wie spießig oder infantil. „Aber wir sind keine Kinder, sondern in die Jahre gekommene Frauen mit Zivilcourage, die sich für andere Frauen einsetzen", so Metz-Göckel. Informationen unter Tel. 40 29 29.

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